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Titelseite:
Cover des SSP Nr. 335 von VW mit dem Titel: Das Kurvenlichtsystem
Inhaltsverzeichnis:

Kurz und Bündig
Systemübersicht
CAN-Kommunikation
Dynamisches Kurvenlicht
Statisches Kurvenlicht
Konstruktion
Service
Prüfen Sie Ihr Wissen

Textprobe aus dem SSP Nr. 335 von VW:

Das Kurvenlichtsystem von Volkswagen beinhaltet zwei neue Lichtfunktionen:

Beide Funktionen sorgen für eine deutlich bessere Fahrbahnausleuchtung bei einer Kurvenfahrt und beim Abbiegen als ein konventioneller Scheinwerfer.

Wie das Kurvenlichtsystem im Einzelnen funktioniert, erfahren Sie in diesem Selbststudienprogramm.

Zeichnung

Kurz und Bündig

Komponenten und Einbauorte

Die nebenstehende Grafik zeigt die Einbauorte der Steuergeräte und Komponenten im Fahrzeug, die zur Realisierung des Kurvenlichtsystems notwendig sind. Die Einbauorte sind bei allen Fahrzeugtypen nahezu identisch.

Zeichnung Detail

Steuergerät für Leuchtweitenregelung J431, verbaut im Schalttafeleinsatz.

Zeichnung Detail

rechter Scheinwerfer mit Leistungsmodul für Scheinwerfer rechts J668

Zeichnung Detail

linker Scheinwerfer mit Leistungsmodul für Scheinwerfer links J667

Zeichnung Detail

Steuergerät für ABS J104, verbaut im Motorraum

Zeichnung Detail

Lenkwinkelgeber G85, in der Lenksäule verbaut

Zeichnung Detail

Bordnetzsteuergerät J519, verbaut hinter dem Sicherungskasten

Das Kurvenlichtsystem beinhaltet folgende Funktionen:

Systemübersicht

Sensoren

G474 Sensor für Schwenkmodulposition links (Bauweise herstellerspezifisch)
G76  Geber für Fahrzeugniveau hinten links*
G77  Geber für Fahrzeugniveau hinten rechts*
G78  Geber für Fahrzeugniveau vorn links*
G289 Geber für Fahrzeugniveau vorn rechts*
     * nur bei Fahrzeugen ohne Luftfederung
G475 Sensor für Schwenkmodulposition rechts (Bauweise herstellerspezifisch)
G85  Lenkwinkelgeber
G44  Drehzahlfühler hinten rechts
G45  Drehzahlfühler vorn rechts
G46  Drehzahlfühler hinten links
G47  Drehzahlfühler vorn links
J285 Steuergerät im Schalttafeleinsatz
E1   Lichtschalter
F4   Schalter für Rückfahrleuchten

Zeichnung

J745 Steuergerät für Kurvenlicht und Leuchtweitenregelung
J104 Steuergerät für ABS
J533 Diagnose-Interface für Datenbus
J667 Leistungsmodul für Scheinwerfer links
J668 Leistungsmodul für Scheinwerfer rechts
J197 Steuergerät für Niveauregelung**
     ** nur bei Fahrzeugen mit Luftfederung
J220 Steuergerät für Motronic
J527 Steuergerät für Lenksäulenelektronik
J519 Bordnetzsteuergerät

Aktoren

L148 Lampe für Kurvenlicht links
V48  Stellmotor links für Leuchtweitenregelung
V318 Stellmotor des dynamischen Kurvenlichts links
L149 Lampe für Kurvenlicht rechts
V49  Stellmotor rechts für Leuchtweitenregelung
V319 Stellmotor des dynamischen Kurvenlichts rechts
N395 Magnet für Blendenverstellung des Scheinwerfers links
N396 Magnet für Blendenverstellung des Scheinwerfers rechts
J343 Steuergerät für Gasentladungslampe links
L13  Gasentladungslampe links
J344 Steuergerät für Gasentladungslampe rechts
L14  Gasentladungslampe rechts
M5   Lampe für Blinklicht vorn links
M7   Lampe für Blinklicht vorn

Hinweis
Bei Fahrzeugen mit Luftfederung werden die Informationen über das Fahrzeugniveau direkt vom Steuergerät für Niveauregelung auf den CAN-Datenbus Antrieb gesendet, wo sie für das Steuergerät für Kurvenlicht und Leuchtweitenregelung zugänglich sind. Bei Fahrzeugen ohne Luftfederung empfängt das Steuergerät die Informationen von den Fahrzeugniveaugebern.

Die Prinzipschaltung der Scheinwerfer

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CAN-Kommunikation

Die Vernetzung der Steuergeräte

...

Verweis
Weiterführende Informationen zum CAN-Datenbus finden Sie im
Selbststudienprogramm "Der CAN-Datenbus",
Selbststudienprogramm "Datenaustausch auf dem CAN-Bus I" und
Selbststudienprogramm "Datenaustausch auf dem CAN-Datenbus II".

Dynamisches Kurvenlicht

Funktion

Beim dynamischen Kurvenlicht wird das Abblendlicht-Lampenmodul durch einen integrierten Motor horizontal geschwenkt.

Der Schwenkwinkel beträgt ca. 15 Grad auf der kurveninneren Seite und 7,5 Grad auf der kurvenäußeren Seite.

Zeichnung

15° 7,5°

Die unterschiedlichen Schwenkwinkel haben den Vorteil, dass die Kurvenverläufe besser ausgeleuchtet werden. Das kurveninnere Modul schwenkt doppelt so weit ein wie das kurvenäußere Modul. Dadurch wird eine maximal mögliche Ausleuchtbreite bei homogener Lichtverteilung erreicht.

Zeichnung

Kein Schwenken bei Fahrzeugstillstand

Bei Fahrgeschwindigkeiten unter 10 km/h werden die Lampenmodule nicht geschwenkt. Über 10 km/h ist der Schwenkwinkel im Wesentlichen vom Kurvenradius abhängig. Dadurch wird die gesetzliche Vorschrift erfüllt, die ein Schwenken beider Scheinwerfer bei Fahrzeugstillstand nicht zulässt. Gleichzeitig entsteht während der Beschleunigung aus dem Stand bei gleichbleibendem Lenkeinschlag ein sanfter Übergang in die Verschwenkung der Scheinwerfer.

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