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Titelseite:
Cover des SSP Nr. 292 von Audi mit dem Titel: adaptive air suspension im Audi A8
Inhaltsverzeichnis:

Einführung
Grundlagen
Neuheiten
Bedienung und Anzeige
Fahrzeug-Niveaulagen
Bedien-/Anzeigekonzept
Systemkomponenten
Fahrzeugübersicht
Steuergerät J197
Feder-/Dämpferbein
Dämpfer
Luftversorgungsaggregat
Magnetventilblock
Druckspeicher
Pneumatikplan
Druckaufbau
Druckabbau
Geber (Sensoren)
Systemfunktionen
Regelkonzept für Standardfahrwerk
Regelkonzept Sportfahrwerk
Regelkonzept bei besonderen Betriebszuständen
Schnittstellen
Systemübersicht vernetzte Bauteile (CAN, MOST)
Systemübersicht nicht vernetzte Bauteile
CAN-Informationsaustausch
Funktionsplan
Weitere Schnittstellen
Service
Codierung Steuergerät
Systeminitialisierung
Stellglieddiagnose
Meßwerteblöcke

Textprobe aus dem SSP Nr. 292 von Audi:

Fahrwerksentwicklung ist geprägt von Zielkonflikten. Neben den „klassischen“ Themen wie Funktion, Fahrsicherheit, Festigkeit und Haltbarkeit gewinnen Anforderungen wie Gewichtsreduzierung, Fahrkomfort und Akustik zunehmend an Bedeutung.

Viele Anforderungen stehen auf den ersten Blick im Gegensatz zueinander. Ein sehr komfortabel abgestimmtes Fahrzeug wird Einbußen bei der Fahrsicherheit im Grenzbereich hinnehmen müssen.

Andererseits lassen sich mit einem sehr sportlich abgestimmten Fahrzeug wesentlich höhere Kurvengeschwindigkeiten erzielen und der Grenzbereich wird deutlich später erreicht. Diese sportliche Abstimmung zieht jedoch zwangsweise Komforteinschränkungen nach sich. Im Audi A8 MJ 2003 kommt eine neuentwickelte volltragende Luftfederung zum Einsatz.

In Verbindung mit der fahrzustandsabhängigen elektronischen Dämpfungsregelung CDC werden die wesentlichen, zum Teil auch gegensätzlichen Anforderungen im Rahmen der physikalischen Grenzen optimal erfüllt.

Grundlagen

Die Grundlagen zum Verständnis luftgefederter Systeme sind in den Heften Selbststudienprogramm "Pneumatische Federsysteme Teil 1 Niveauregelung im Audi A6" und Selbststudienprogramm "Pneumatische Federsysteme Teil 2 Die 4-Level-Luftfederung im Audi allroad quattro" beschrieben und sind natürlich auch für das im A8 ab Modelljahr 2003 zum Einsatz kommende System gültig.

Neuheiten

Mit dem neuen A8 setzt ein in technischen Inhalten und Funktionalität neues System ein. Zur bereits bekannten Anlage des allroad quattro bestehen folgende wesentliche Unterschiede:

CDC-statt PDC-Dämpfungsregelung:

Der jeweils aktuelle Fahrzustand wird durch die Regelung berücksichtigt. Die Radbewegungen (ungefederte Massen) und Aufbaubewegungen (gefederte Massen) werden erfasst.

Im Rahmen der vier wählbaren Programme (Modi) werden verschiedene Dämpfungskennlinien realisiert. Jeder Dämpfer ist hierbei unabhängig regelbar.

In jedem eingestellten Modus (komfortabel oder sportlich) ist somit immer ein Optimum von Komfort und Fahrsicherheit gewährleistet (siehe Beschreibung „Dämpfer“ unter „Systemkomponenten“).

Unter dem Begriff „Modus“ ist also eine abgestimmte Kombination aus Niveau-Regelprogramm und Dämpfungskennfeld zu verstehen.

Erweiterte Sensorik:

Zur Erfassung der Aufbaubewegung kommen drei Beschleunigungssensoren zum Einsatz. (Siehe Beschreibung „Geber für Karosseriebeschleunigung“ unter „Systemkomponenten“.)

Außengeführte Luftfedern:

Der Federbalg wird von einem Aluminiumzylinder umfasst. Eine wesentliche Verbesserung des Ansprechverhaltens ist die Folge. (Siehe Beschreibung „Luftfeder“ unter „Systemkomponenten“.)

Bedienkonzept:

Durch Integration in das MMI ist eine komfortable, logisch nachvollziehbare und leicht erlernbare Bedienbarkeit realisiert. (Siehe Beschreibung unter „Bedienung und Anzeige“.)

Restdruckhalteventile:

An jedem Luftfederbein befinden sich direkt am Luftanschluß Restdruckhalteventile. Dadurch wird sichergestellt, das ein Mindestdruck von ca. 3,5 bar in den Luftfedern erhalten bleibt. Beschädigungen bei Lagerung und Montage werden so weitestgehend ausgeschlossen.