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Titelseite:
Cover des SSP Nr. 288 von Audi mit dem Titel: AUDI A8 ´03 - Verteilte Funktionen
Inhaltsverzeichnis:

Einleitung
Verteilte Funktionen
Beleuchtungsdimmung Schalter-Anzeigen
Richtungsblinken rechts
Crash-Blinken (ohne Airbagauslösung)
Warnblinken
DWA-Blinken (Alarm)
Advanced Key öffnen
Advanced Key schließen
Heckdeckel automatisch öffnen
Parklicht links
Abblendlicht
Abblendlicht (automatisch)
Rückfahrleuchten
Wischen Stufe 1
Tippwischen mit Streuscheibenreinigung
Ansteuerung Innenlicht
Fahrererkennung

Textprobe aus dem SSP Nr. 288 von Audi:

Dieses Selbststudienprogramm gibt Ihnen einen Überblick über die Datenbusvernetzung (Topologie) und die verteilten Funktionen im Audi A8 2003.

Das Verständnis für die Verknüpfung der Komponenten sowie der verteilten Funktionen bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Fehlersuche.

Symbole

Leitungen

CAN-Komfort
CAN-Antrieb
CAN-Abstandsregelung
CAN-Kombi
MOST-Bus
LIN-Bus
CAN-Diagnose
bidirektionale Leitung
Empfangsleitung
Sendeleitung
diskrete Leitung
drahtlose Übertragung - Sendesignal
drahtlose Übertragung - Empfangssignal
Folgefunktion
Voraussetzung

Damit Sie den verwendeten Bezeichnungen und Symbolen in diesem Selbststudienprogramm klare Bedeutung zuordnen können, möchten wir Ihnen zunächst die verwendeten Symbole und einige Begriffe näher erläutern.

Verweis
Weiterführende Informationen finden Sie in folgenden Selbststudienprogrammen:

Selbststudienprogramm "AUDI A8 ´03 - Technik"
Selbststudienprogramm "Neue Datenbussysteme - LIN, MOST, Bluetooth™"
Selbststudienprogramm "AUDI A8 ´03 - Elektrische Komponenten"
Selbststudienprogramm "adaptive cruise control im Audi A8"
Selbststudienprogramm "AUDI A8 ´03 - Infotainment"

Komponenten und Symbole

Begriffe

Datenbusvernetzung (Topologie)

Gibt Ihnen einen Überblick, wie im Fahrzeug befindliche Steuergeräte untereinander über Datenbussysteme verbunden sind.

So ist erkennbar, über welche Bussysteme die Steuergeräte Daten miteinander austauschen können.

Verteilte Funktionen

Der Begriff bedeutet, dass zur Ausführung einer Funktion mehrere Steuergeräte Informationen austauschen müssen, um eine Funktion zu realisieren.

Funktionsmaster

Bei den verteilten Funktionen ist immer ein Steuergerät für den gesamten Funktionsablauf verantwortlich. Das Funktionsmaster-Steuergerät sammelt sämtliche Eingangsinformationen. Die daraus entstandenen Anforderungen werden anschließend auf dem Datenbussystem als Botschaft gesendet und von den beteiligten Steuergeräten eingelesen, die dann ihre angeschlossenen Verbraucher entsprechend ansteuern.

Ersatzmaster

Fällt bei wichtigen Funktionen das Funktionsmaster-Steuergerät aus, so ist für diesen Fall ein Steuergerät vorgesehen, das die Aufgaben des Funktionsmasters übernimmt. Es hat dann die Aufgabe, den Funktionsablauf ggf. mit Einschränkungen sicherzustellen.

Beispiel: Funktion Wischen Stufe 1

Zeichnung

Zündung EIN J518 J527 J519 J400 E22

Voraussetzung

Über das elektrische Zündanlassschloss oder Advanced Key wurde die Zündung eingeschaltet, so dass das Steuergerät für Zugang und Startberechtigung J518 die Klemmen 15 und 75x-Information auf den CAN-Komfort sendet.

  1. Der Scheibenwischerschalter für Intervallbetrieb E22 sendet an die Lenksäulenelektronik J527 die Information „Wischen Stufe 1“.
  2. Die Lenksäulenelektronik sendet an das Steuergerät für Bordnetz J519 die Information „Wischen Stufe 1“.
  3. Das Steuergerät für Bordnetz sendet die Information „Wischen Stufe 1“ über LIN an das Steuergerät für Wischermotor J400. Das Steuergerät für Wischermotor steuert den integrierten Motor an.

Einleitung

Bus-Topologie

...

Verteilte Funktionen

Beleuchtungsdimmung
Schalter-Anzeigen

Zeichnung

Steuergeräte am MOST-Bus
Steuergeräte am CAN-Komfort
J285 J533 J519 E1 Zündung EIN J518

Voraussetzung

Über das elektrische Zündanlassschloss oder Advanced Key wurde die Zündung eingeschaltet, so dass das Steuergerät für Zugang und Startberechtigung J518 die Klemmen 15 und 75 auf den CAN-Komfort legt.

  1. Der Fahrer betätigt den Lichtschalter E1 in Stellung „Abblendlicht EIN“. Der Lichtschalter sendet ein spannungscodiertes Signal zum Steuergerät für Bordnetz J519.
  2. Das Steuergerät für Bordnetz sendet die Information „Abblendlicht EIN“ auf den CAN-Komfort.
  3. Das Diagnose-Interface für Datenbus J533 sendet die Information über den CAN-Kombi zum Schalttafeleinsatz J285, damit dort die CAN-Information „Kl. 58s“ erzeugt werden kann.
  4. Der Schalttafeleinsatz sendet die Information „Kl. 58s“ über den CAN-Kombi zum Diagnose-Interface für Datenbus.
  5. Vom Diagnose-Interface für Datenbus wird dieses Signal auf den CAN-Komfort und auf den MOST-Bus gesendet. Aus dieser Botschaft wird von jedem angeschlossenen Steuergerät ein PWM-Signal generiert, mit dem die angeschlossenen Beleuchtungen mit der eingestellten Dimmstufe angesteuert werden.

Richtungsblinken rechts

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