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Titelseite:
Cover des SSP Nr. 117 von VW mit dem Titel: Antiblockiersystem (Teves) mit elektronischer Differentialsperre (EDS)
Inhaltsverzeichnis:

Das Differential
Die mechanische Differentialsperre
Die elektronische Differentialsperre (EDS)
Antriebskräfte-Diagramm
EDS-Systemübersicht
Die Hydraulikeinheit mit EDS-Ventilblock
ABS- / EDS-Funktionen
Das Steuergerät mit Eigendiagnose
Der Funktionsplan

Textprobe aus dem SSP Nr. 117 von VW:

Warum ABS mit EDS?

Die elektronische Differentialsperre

Die elektronische Differentialsperre (EDS) ist eine konsequente Erweiterung des ABS. Sinnvoll aufbauend auf den Komponenten des ABS ergänzt EDS das Sicherheitsangebot und verbessert die Traktion unter ungünstigen Fahrbahnverhältnissen besonders beim Bergauffahren, Beschleunigen oder Anfahren.

Folgende Eigenschaften sind dominierend:

Grafiken

Hydraulikeinheit (mit EDS-Ventilblock)
Steuergerät (55-polig)

Hinweis
Die Funktion des ABS ist im Selbststudienprogramm "Antiblockiersystem (Teves) im Golf" beschrieben. Die Prüf- und Reparaturanweisungen finden Sie im Reparaturleitfaden Golf / Jetta, Passat und Corrado in der Baugruppe Fahrwerk und im Ordner Stromlaufpläne, Fehlersuche, Elektrik und Einbauorte.

Das Differential

Prinzip des Ausgleichgetriebes

Grafik

100 % Antriebskraft

Bei einem „normalen“ (ungesperrten) Differential und gleichen Fahrbahnverhältnissen links und rechts sind die Kräfte an beiden Antriebsrädern immer gleich groß. Jedes Antriebsrad bekommt 50% der Antriebskraft, die am Eingang anliegt.

Das bedeutet:
Das Antriebsrad, das die geringste Kraft übertragen kann, begrenzt gleichzeitig die Antriebskraft auf der Gegenseite (immer 50:50). Bei einem Sperrdifferential und unterschiedlichen Fahrbahnverhältnissen links und rechts ist die Verteilung im Verhältnis 50:50 aufgehoben.

Grafik

In der Regel wird das Fahrzeug durch beide Räder einer Achse angetrieben. Die Antriebsräder sind jedoch nicht fest miteinander verbunden. In Kurven müssen sich die Räder unterschiedlich schnell drehen können, weil sie unterschiedliche Wege zurücklegen. Durch das Differentialgetriebe zwischen den beiden Antriebsrädern werden die Drehzahlunterschiede ausgeglichen. Bei Kurvenfahrt werden die Antriebskräfte so verteilt, daß auch bei unterschiedlichen Raddrehzahlen das Fahrzeug angetrieben wird.

Das heißt:
- schlupffrei und ohne Beeinträchtigung der Seitenführung
- kein zusätzlicher Reifenverschleiß
- ohne negative Beeinflussung der Lenkung

Die mechanische Differentialsperre

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