StartseiteSelbststudienprogramme → 111

Titelseite:
Cover des SSP Nr. 111 von Audi mit dem Titel: Motronic im 5 Zyl. 20V Turbomotor
Inhaltsverzeichnis:

Audi 200 quattro 20V
Fünfzylinder 20V-Turbomotor
Gesammtübersicht Motronic
Motronic
„Lernendes“ System - Adaption
Systemübersicht
Sensoren, Aktoren, Zusatzsignale
Kraftstoffsystem
Tankentlüftungssystem
Ladedruckregelung
Schubabschaltung für Turbolader
Leerlaufstabilisierung
Klopfregelung
Steuergerät - Steckerbelegung
Stromversorgung Motronic
Funktionsplan
Eigendiagnose

Textprobe aus dem SSP Nr. 111 von Audi:

Fünfzylinder 20V-Turbomotor mit Motronic

Die zwischen den bisherigen Varianten der Fünfzylinder-Baureihe und dem Audi V8 entstandene Lücke füllt Audi nun mit einem Spitzentriebwerk. Als Basis für diese Neuentwicklung diente der 20 Ventil-Fünfzylindermotor des Audi Sport quattro. Das vollelektronische Motormanagement - MOTRONIC - mit Lambdatechnik gewährleistet in Verbindung mit zwei Katalysatoren die Einhaltung der US-Abgasnormen. Mit einem Leistungsmaximum von 162 kW (220 PS) aus 2,2 Litern Hubraum bei der relativ niedrigen Drehzahl von 5700 1/min vereint er sportliche Qualitäten mit dem Drehmomentniveau eines Gebrauchsmotors.

Das beachtliche, maximale Drehmoment von 309 Nm steht schon bei 1950 1/min zur Verfügung. Dabei räumt dieser Motor mit der Vorstellung auf, Motoren mit Abgasturbolader hätten im unteren Drehzahlbereich kein Drehmoment zu bieten.

Schnittzeichnung

Verweis
Die genauen Prüf-, Einstell- und Reparaturanweisungen finden Sie im Reparaturleitfaden Audi 100 1983> / Audi 200 1984>.

Audi 200 quattro 20V

Der neue Audi 200 quattro 20V stellt sowohl als Limousine wie als Avant ein Komplettangebot dar. Mit permanentem Allradantrieb, vollverzinkter Karosserie und außergewöhnlich sicheren Fahreigenschaften präsentiert er sich als High-Tech-Automobil in der Oberklasse.

Der Audi 200 quattro 20V beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 6,6 s und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 242 km/h. Mit diesen Fahrleistungen stößt er in die Domäne etablierter Sportwagen vor.

Grafik

Fünfzylinder 20V-Turbomotor

Entwicklungsziel:

Maximalleistung 162 kW (220 PS) bei moderater Drehzahl, möglichst hohes Drehmoment bei niedriger Drehzahl, Vermeidung des "Turbolochs", günstiger Verbrauch, Abgasentgiftung nach US-Norm.

Grafik

Kühlmittel - Sammelrohr
Geber für Ansauglufttemperatur
elektronischer Thermoschalter
Klopfsensor II
Klopfsensor I
Geber für Zündzeitpunkt
Geber für Motordrehzahl

Technische Daten:

Bauart:                 5-Zylinder-Reihenmotor mit 4 Ventilen pro Zylinder
                        und Abgasturboaufladung mit Ladeluftkühlung
Hubraum:                2226 cm³
Hub:                    86,4 mm
Bohrung:                81,0 mm
Verdichtungsverhältnis: 9,3 : 1
Motormanagement:        Motronic

Leistung und Drehmoment

Der Fünfzylinder 20V-Motor mit Abgasturbolader erreicht sein höchstes Drehmoment von beachtlichen 309 Nm schon bei der ungewöhnlich niedrigen Drehzahl von 1950 1/min, während sich das Leistungsmaximum von 162 kW (220 PS) bei der ebenfalls niedrigen Drehzahl von nur 5700 1/min einstellt. Dadurch ergibt sich ein sehr breites, nutzbares Drehzahlband, das dem Motor ein außerordentliches Durchzugsvermögen verleiht.

Diagramm

Kühlsystem

Kühlung (Motor):

Neu ist die Querstromkühlung des Zylinderkopfes. Die Kühlflüssigkeit tritt auf der Auslaßseite aus dem Motorblock in den Leichtmetall-Zylinderkopf ein, durchströmt ihn quer und tritt auf der Einlaßseite aus. Dadurch werden alle Zylinder und alle Brennräume gleichmäßig gekühlt. Spezielle Leitrippen in den Wasserkanälen bewirken eine gezielte Kühlung heißer Stellen, z.B. Ventilsitz, Zündkerzenumgebung.

Grafik

Heizung
Motorblock
Zylinderkopf
elektrische Pumpe
Zusatzbehälter
Kühler
Turbolader
zusätzlicher Kühler

Zusätzlich wird jeder Kolben von unten mit Öl-Kühlstrahlen angespritzt. Die Auslaßventile sind mit einer Natriumfüllung versehen.

Kühlung (Ladeluft):

Zur Kühlung der Ladeluft vom Abgasturbolader wird ein querdurchströmter Ladeluftkühler eingesetzt.

Gesamtübersicht Motronic

...


Verweis
Wichtige Änderungen der Motronic ab dem Modelljahr 1992 sind im Selbststudienprogramm "Motronic ´92" beschrieben.