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Titelseite:
Cover des SSP Nr. 413 von Audi mit dem Titel: Der Parklenkassistent im Audi A3
Inhaltsverzeichnis:

Funktionsbeschreibung
Einparkvorgang
Systemkomponenten
Kommunikationsstruktur
Diagnose
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Textprobe aus dem SSP Nr. 413 von Audi:

Einführung

Fahrerassistenzsysteme erobern in immer stärkerem Maße die automobile Welt. Auf diesem Gebiet fanden in den letzten Jahren eine Vielzahl von Innovationen den Weg ins Fahrzeug. Allein seit Einführung des Audi Q7 ist die Angebotspalette mit dem Spurwechsel- und Spurhalteassistent sowie der Rückfahrkamera deutlich erweitert worden.

Auch die bekannte Einparkhilfe in Audi-Modellen zählt zu den Fahrerassistenzsystemen. Die Entwicklung führte von der Einparkhilfe hinten, über die Einparkhilfe hinten und vorn, über das Optical Parking System mit einer grafischen Darstellung der einzelnen Abstandswerte im MMI, hin zu dem Audi parking system advanced mit einer Rückfahrkamera.
Die Rückfahrkamera bietet dem Fahrer ein hochwertiges, entzerrtes Farbbild des hinteren Fahrzeugumfelds. Die in das Bild hineinprojizierten Hilfslinien machen das rückwärts Einparken für den Fahrer zum Kinderspiel.

Doch wer glaubt, dass die kompletten Umfänge zum Thema Einparkhilfe nicht noch zu steigern wären, sieht sich getäuscht. Mit dem Parklenkassistent im Audi A3 wird ein System angeboten, das beim rückwärts Einparken selbst die Lenkbewegungen übernimmt. Auf diese Weise findet das Fahrzeug den direkten Weg in die Parklücke.

3 Grafiken

Funktion

Funktionsbeschreibung

Der Parklenkassistent ist eine Weiterentwicklung des bislang bekannten Einparkhilfesystems. Dieses neue Fahrerassistenzsystem unterstützt den Fahrer beim rückwärts Einparken parallel zum Straßenrand, indem die dazu notwendigen Lenkbewegungen vom System vorgenommen werden.

Das Einparken kann zwischen zwei Fahrzeugen oder auch hinter einem Fahrzeug stattfinden. Der Parklenkassistent unterstützt sowohl das Einparken auf der rechten als auch auf der linken Straßenseite und führt den Fahrer anhand von Grafiken im Fahrerinformationssystem durch die einzelnen Phasen des Einparkvorgangs.

Nach Systemaktivierung durch den Fahrer wird zunächst eine ausreichend große Parklücke gesucht. Ist eine geeignete Parklücke gefunden, muss der Fahrer noch soweit nach vorn fahren, bis sich das Fahrzeug in einer für den Einparkvorgang günstigen Position befindet. Nach dem Einlegen des Rückwärtsgangs übernimmt das System die Lenkvorgänge, der Fahrer muss nur noch das Gas-, Kupplungs- bzw. Bremspedal selbst betätigen. Greift der Fahrer während des Einparkvorgangs in das Lenkrad, deaktiviert sich das System und überlässt dem Fahrer den weiteren Lenkvorgang. Der Fahrer wird beim Einparkvorgang auch weiterhin durch das akustische Einparkhilfesystem unterstützt und somit auf mögliche Kollisionen hingewiesen. Nach Beendigung der Lenkassistenz kann der Fahrer das Fahrzeug noch mittig in der Parklücke ausrichten und hat somit eine gute Parkposition erreicht.

Hinweis
Beim Parklenkassistenten handelt es sich um ein Fahrerassistenzsystem, das den Fahrer unterstützt. Es ersetzt jedoch nicht die Aufmerksamkeit des Fahrers. Die rechtliche Verantwortung für den Einparkvorgang liegt nach wie vor ausschließlich beim Fahrer.

Zeichnung

Einparkvorgang

Die drei Phasen des Einparkvorgangs im Überblick

Übersicht des Einparkvorgangs

Der komplette Einparkvorgang des Parklenkassistenten lässt sich in drei verschiedene Phasen einteilen. Diese drei Phasen werden zunächst kurz vorgestellt, bevor anschließend jede einzelne Phase ausführlich beschrieben wird.

Phase 1: Aktivierung des Parklenkassistenten

Der Parklenkassistent muss vor jedem Einparkvorgang über einen separaten Taster in der Mittelkonsole eingeschaltet werden. Eine Aktivierung des Parklenkassistenten ist bei Geschwindigkeiten unter 30 km/h möglich. Einen aktivierten Parklenkassistenten erkennt man an der leuchtenden Funktions-LED im Taster für Parklenkassistent.

Phase 2: Suche nach einer Parklücke

Ein aktivierter Parklenkassistent sucht zunächst nach einer geeigneten Parklücke. Der Fahrer legt per Richtungsblinker fest, ob er auf der linken oder rechten Straßenseite einparken möchte. Sobald eine ausreichend große Parklücke gefunden wurde, wird dies dem Fahrer im Fahrerinformationssystem angezeigt. Hat das Fahrzeug anschließend eine geeignete Ausgangsposition für den Einparkvorgang erreicht, so wechselt die Anzeige im Fahrerinformationssystem und der Fahrer wird aufgefordert, den Rückwärtsgang einzulegen.

Phase 3: Der Einparkvorgang mit Unterstützung des Parklenkassistenten

Wenn der Fahrer nun bei stehendem Fahrzeug den Rückwärtsgang einlegt, übernimmt der Parklenkassistent die Lenkvorgänge und die akustische Einparkhilfe aktiviert sich.

Das Gasgeben und Bremsen sind nach wie vor Aufgaben des Fahrers. Der Fahrer muss auch das Umfeld beim Einparken beachten, da er nach wie vor für den Einparkvorgang verantwortlich ist. Beim Rückwärtsfahren wird die Lenkung über einen Elektromotor so betätigt, dass das Fahrzeug auf einer im Steuergerät abgelegten Linie in die Parklücke einparkt. Am Ende des Einparkvorgangs erscheint im Fahrerinformationssystem der Hinweis, dass die Lenkassistenz beendet wurde.

Hinweis
Die besten Ergebnisse beim Einparkvorgang mit dem Parklenkassistent erhält man, wenn alle Reifen über den vorgesehenen Luftdruck verfügen. Eine abweichende Befüllung der Reifen kann das Einparkergebnis deutlich verschlechtern. Ebenfalls wichtig für ein gutes Einparkergebnis ist es, dass ein Reifenwechsel von 17- oder 18-Zoll-Räder auf 16-Zoll-Räder oder umgekehrt in der Anpassung des Steuergeräts für Parklenkassistent berücksichtigt wird.

Die drei Phasen des Einparkvorgangs im Detail

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