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Titelseite:
Cover des SSP Nr. 376 von Audi mit dem Titel: Audi 5,2l V10 FSI-Motor
Inhaltsverzeichnis:

Leistungsmerkmale
Grundmotor
Kurbeltrieb
Visco-Schwingungsdämpfer
Kettentrieb
Zylinderkopf
Kurbelgehäuseentlüftung
Ölkreislauf
Wasserkreislauf
Luftansaugung im Audi S8
Kraftstoffsystem im Audi S8
Abgasanlage
Systemübersicht (Bosch MED 9.1) im Audi S8
CAN-Datenbus-Schnittstellen
Betriebsarten

Textprobe aus dem SSP Nr. 376 von Audi:

Mit dem neuen V10 FSI-Motor präsentiert Audi zum ersten Mal in ihrer Geschichte ein Hochleistungsaggregat als Zehnzylinder-Motor. In den Audi Modellen S6 und S8 werden die spezifischen Charaktereigenschaften von ausgeprägter Sportlichkeit und souveränem Komfort unterstrichen. Mit der Kombination aus zehn Zylindern und FSI-Technologie hat Audi eine technologische Alleinstellung auf dem Markt.

Der V10 zählt zur neuen Generation der V-Motoren von Audi, die einheitlich auf 90° Zylinderwinkel und 90 mm Zylinder-Mittenabstand ausgelegt sind. Gegenüber dem Aggregat im Lamborghini Gallardo, welcher einen Zylinder-Mittenabstand von 88 mm hat, präsentiert sich der Audi Motor in entscheidenden Bereichen neu.

Verweis: Dieses SSP gilt inhaltlich als Ergänzung zum Selbststudienprogramm "Audi 4,2l V8 FSI-Motor".

Grundmotor

Als Basis diente dem V10 FSI-Motor der V8 FSI-Motor, der im Prinzip „nur“ um ein Zylinderpaar verlängert wurde. Die Grundkonzeption des Zylinderkurbelgehäuses und der Zylinderköpfe sowie der Steuertrieb, das Kraftstoffsystem und das Saugrohrkonzept konnten übernommen werden. V10-spezifisch dagegen sind die Kurbelwelle mit Ausgleichswelle, die doppelflutige Ansaugung mit zwei Drosselklappen, die Abgaskrümmer und das Motorsteuergerätekonzept.

Kurbelgehäuse

Das Zylinderkurbelgehäuse mit einem V-Winkel von 90° ist als Bedplate-Konstruktion ausgeführt und setzt mit einer Länge von 685 mm und einer Breite von 80 mm Maßstäbe bezüglich Kompaktheit und Baulänge. Es wiegt inklusive Lagerschalen und Schrauben nur ca. 47 kg. Das Zylinderkurbelgehäuse-Oberteil ist als homogener Monoblock aus AlSi17Cu4Mg im Niederdruck-Kokillenguss hergestellt. Eine Eigenschaft der Materialzusammenstellung sind eine hohe Festigkeit, sehr geringer Zylinderverzug und gute Wärmeableitung. Auf separate Zylinderlaufbuchsen konnte bei dieser Technik verzichtet werden, da die Zylinderlaufbahnen durch mechanisches Freilegen der harten Siliziumkristalle direkt aus der Aluminiumlegierung hergestellt werden.

Das Bedplate aus AlSi12Cu1 wurde mit eingegossenen, vierfach verschraubten Einlegeteilen aus GGG50 verstärkt, über die der Hauptteil des Kraftflusses geführt wird. Gleichzeitig reduzieren diese Einlegeteile bei hohen Temperaturen die Wärmeausdehnung und verringern das Heißlagerspiel an den Hauptlagern der Kurbelwelle.