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Titelseite:
Cover des SSP Nr. 365 von Audi mit dem Titel: Audi 4,2 l V8 TDI mit Common-Rail-Einspritzung
Inhaltsverzeichnis:

Änderungen vom 4,0 l zum 4,2 l V8 TDI-Motor
Leistungsmerkmale
Kurbeltrieb
Zylinderkopf und Ventiltrieb
Kettentrieb
Ölkreislauf
Kurbelgehäuseentlüftung
Kühlsystem
Luftansaugung
Abgasrückführung
Kraftstoffsystem
Systemübersicht
CAN-Datenbus-Schnittstellen
Abgasanlage mit Dieselpartikelfilter
Spezialwerkzeuge

Textprobe aus dem SSP Nr. 365 von Audi:

Als 3,3 l wurde im Jahr 1999 der A8 (1994) erstmals mit einem V8 TDI-Motor ausgerüstet, dem im neuen A8 eine Weiterentwicklung mit 4,0 l Hubraum und Kettenantrieb folgte. Mit dem 4,2 l V8 TDI-Motor ist die V-Motorenfamilie mit den Merkmalen, Zylinderwinkel 90°, Zylinderabstand 90 mm und abtriebsseitigem Kettentrieb, komplett umgestellt worden. Er stellt die konsequente Weiterentwicklung des V8 TDI-Motors, mit einer Leistung von 240 kW und einem Drehmoment von 650 Nm, dar.

Änderungen vom 4,0 l zum 4,2 l V8 TDI-Motor

Kurbeltrieb

Das Kurbelgehäuse mit einem Zylinderabstand von 90 mm ist aus Vermikulargraphitguss (GJV 450) und wie beim 4,0 l V8 TDI-Motor auf Höhe der Kurbelwellenmitte geteilt und mit einem stabilen Kurbelwellen-Lagerrahmen verschraubt. Durch Ausnutzung der Materialeigenschaften konnte konstruktiv das Gewicht des Motorblocks um circa 10 kg gesenkt werden.
Die geschmiedete Stahlkurbelwelle besteht aus 42 Cr Mo S4 und so gekröpft, dass freie Momente erster und zweiter Ordnung vermieden werden. Sie ist 5fach im Kurbelgehäuse gelagert, die Radien der Pleuel-lagerzapfen sind aus Festigkeitsgründen rolliert. Durch die kompakte Bauweise konnte eine momentenfreie Wuchtung des Kurbeltriebes, allein durch die Gegengewichte der Kurbelwelle, ausgeführt werden.
Mit Hilfe von Zusatzmassen, die am Schwingungsdämpfer und am Mitnehmerblech angebracht sind, konnte die optimale Wuchtung erreicht werden. Die hochgezogene Aluminium-Ölwanne ist weitgehend frei von Schwingungen aus dem Kurbelwellentrieb, was sich akustisch besonders positiv auswirkt. Eine zusätzliche Funktion übernimmt die Kontur des Hauptlagerrahmens. Er wirkt als „Ölhobel“ im Bereich der Kurbelwellen-Gegengewichte und der Pleuel. Somit wird das ablaufende Öl nicht im ganzen Motorblock verteilt, sondern direkt aufgefangen und abgeleitet.

Das vom 3,0 l V6 TDI-Motor bekannte Hohnverfahren der UV-Laserbelichtung kommt auch bei diesem Motor zum Einsatz.
Durch dieses Verfahren wird ein reduzierter Ölverbrauch erreicht. Die Gleiteigenschaften der Lauffläche konnten so wesentlich verbessert werden.