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Titelseite:
Cover des SSP Nr. 94 von VW / Audi mit dem Titel: Mono-Jetronic
Inhaltsverzeichnis:

Einspritzsystem
Zentrale Einspritzeinheit
Neue Bauteile
Leerlaufstabilisierung
Kraftsoffdampf-Rückhaltesystem
Funktionsplan
Stromlaufplan
Fahrzeugeigendiagnose

Textprobe aus dem SSP Nr. 94 von VW / Audi:

Mono-Jetronic

Die Monojet ist eine elektronisch gesteuerte Einspritzanlage, bei der nur ein elektromagnetisches Einspritzventil an einer zentralen Stelle vor der Drosselklappe den Kraftstoff einspritzt. Die Verteilung des Kraftstoffs auf die einzelnen Zylinder erfolgt durch das Saugrohr wie beim Vergasermotor. Verschiedene Sensoren ermitteln alle wesentlichen Betriebszustände des Motors, die zu einer optimalen Gemischanpassung notwendig sind. Das Steuergerät berechnet aus diesen Informationen die Ansteuersignale für das Magnetventil in der zentralen Einspritzeinheit. Die Lambdasonde im Abgasstrom liefert ein Signal bei Abweichung der augenblicklichen Gemischzusammensetzung vom idealen Luft-Kraftstoff-Verhältnis an das Steuergerät. Der Regelkreis beeinflußt die vom Steuergerät vorberechnete Einspritzzeit. Dadurch läßt sich die Kraftstoffmenge so exakt zuteilen, daß in allen Betriebszuständen das Luft-Kraftstoff-Verhältnis nur minimal vom idealen Wert (λ = 1,0) abweicht.

Zeichnung

Verweis
Die genauen Prüf-, Einstell- und Reparaturanweisungen finden Sie in den jeweiligen Reparaturleitfäden und in den Fehlersuchprogrammen der entsprechenden Typen.

Einspritzsystem

Das Mono-Jetronic-Einspritzsystem gliedert sich in vier Funktionsbereiche:

Zeichnung

Kraftstoffpumpe
Kraftstoffilter
Vorförderpumpe
Zentrale-Einspritzeinheit
Lufttemperaturfühler
Drosselklappensteller
Drosselklappenpotentiometer
Lambda-Sonde
Geber für Motortemperatur
TZS-Schaltgerät
Steuergerät

So funktioniert es

Die Kraftstoffversorgung beginnt mit einer im Kraftstoffbehälter eingebauten Vorförderpumpe. Der Kraftstoff gelangt zu der Kraftstoffpumpe, sie fördert den Kraftstoff über ein Feinfilter zur zentralen Einspritzeinheit. Ein Druckregler bestimmt den Einspritzdruck und läßt überschüssigen Kraftstoff zurückfließen.
Eine große Kraftstoffmenge ist somit im Umlauf und kühlt das System, damit wird einer Dampfblasenbildung entgegengewirkt. Das Steuergerät erfährt über verschiedene Informationsgeber den jeweiligen Lastzustand des Motors und bestimmt über die Einspritzzeit die notwendige Kraftstoffmenge.

Zentrale Einspritzeinheit

Die zentrale Einspritzeinheit ist auf dem Saugrohr montiert und versorgt den Motor mit feinzerstäubtem Kraftstoff-Luftgemisch.

Zeichnung

Lufttemperaturfühler
Einspritzventil
Druckregler
Drosselklappensteller
Potentiometer

Die Einspritzeinheit besteht aus zwei Gehäusehälften. Am unteren Gehäuse sind das Potentiometer und der Drosselklappensteller angeflanscht. Im oberen Gehäuse befindet sich das Einspritzventil und der Druckregler, der den Kraftstoffdruck an der Zumeßstelle des Einspritzventils konstant hält.

Die abgespritzte Kraftstoffmenge hängt von der Öffnungszeit des Einspritzventils ab. Das Einspritzventil muß aus Gründen der homogenen Gemischverteilung auf die einzelnen Zylinder im Ansaugluftstrom vor der Drosselklappe angeordnet sein.

Schnittzeichnung

Druckregler
Einspritzventil
Lufttemperaturfühler

Neue Bauteile

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