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Cover des SSP Nr. 202 von VW / Audi mit dem Titel: Fahrzeugdiagnose-, Meß- und Informationssystem VAS 5051
Inhaltsverzeichnis:

Hauptkomponenten des VAS 5051
Wozu ein neues Diagnosesystem?
Systemgrundlage
Aufbau und Merkmale
Tester im Überblick
Betriebsarten
Startbildschirm
Administration
Fahrzeug-Eigendiagnose
Meßtechnik
Geführte Fehlersuche
Messen und Analysieren
Multimeter
Digitales-Speicher-Oszilloskop (DSO)
Sensorenanalyse mit dem DSO
Aktorenanalyse mit dem DSO

Textprobe aus dem SSP Nr. 202 von VW / Audi:

Das Fahrzeugdiagnose-, Meß- und Informationssystem VAS 5051 ...

Zeichnung

... die zeitgemäße Fehlersuche!

Mit diesem Gerät bekommt der Anwender erstmalig ein System in die Hand, das in konzentrierter Form sämtliche Hilfsmittel für die Fehlersuche in elektronischen Fahrzeugsystemen bereit hält.

Er kann sich dabei durch die geführte Fehlersuche leiten lassen oder aber variabel mit Hilfe der Meßtechnik und Eigendiagnose eigene Prüfabläufe durchführen.

Das System gibt Hilfestellung bei der Bedienung und der Fehlererkennung.

Hauptkomponenten des VAS 5051

Wozu ein neues Diagnosesystem?

Die moderne Elektronik läßt unsere Autos in zunehmendem Maße sicherer, komfortabler und umweltverträglicher werden.

Durch die damit zunehmende Vernetzung der Bordsysteme wird die Fehlersuche immer aufwendiger und zeitintensiver.

Da die bisherigen Fahrzeugsystemtester nur den Pfad aufzeigen, in dem der Defekt zu suchen ist, wird die Fehlersuche manchmal auch durch langwierige Messungen und Studieren der verschiedensten Reparaturunterlagen verzögert.

Die oftmals angewendeten Verdachtsinstandsetzungen führen zu einer unnötigen Belastung der Kunden und des Servicepersonals durch Mehrfachreparaturen.

Diesem Zustand wird nun mit dem Fahrzeugdiagnose-, Meß- und Informationssystem VAS 5051 ein Ende bereitet.

Das neue System kombiniert die Fahrzeug-Eigendiagnose, die Meßtechnik und die technische Dokumentation in Verbindung mit modernster Gerätetechnologie.

Mit dem Einsatz des VAS 5051 kann die Fehlersuche am Fahrzeug rationeller, präziser, übersichtlicher und wirtschaftlicher durchgeführt werden,

Auf Grund der zeitgemäßen Technologie und seiner zukunftsorientierten Fähigkeiten werden die Werkstätten des Konzerns weltweit mit dem neuen VAS 5051 ausgestattet.

Das VAS 5051 ist für alle Marken des Volkswagen-Konzerns einsetzbar.

Systemgrundlage

Das VAS 5051 ist ein wissensbasiertes Testsystem. Die Wissensbasis befindet sich auf einer CD-ROM und enthält das notwendige Wissen über:

Die Daten sind in hierarchischen Architekturen zusammengefaßt und miteinander verknüpft.

Die Wissensbasis wird mit einem Diagnoseentwicklungssystem erstellt. Sie kann leicht ergänzt und geändert werden und erlaubt so eine Anpassung an neue Fahrzeuge. Das Einbringen neuer Dokumente ist ebenso möglich, wie das Nutzen von Erfahrungen aus der Werkstatt mit z. B. neuen Fehlerbildern und deren Zuordnungen.

Das Diagnosesystem ist auf Grund der Wissensbasis in der Lage:

Aufbau und Merkmale

Die Gerätemerkmale des VAS 5051:

Tester im Überblick

Funktionales Zentrum des VAS 5051 ist der Tester mit seinem berührungsempfindlichen Flüssigkeitskristall- Bildschirm (Touchscreen).

Auf dem Werkstattgerätewagen montiert, ist das Komplettsystem beweglich und alle für die Diagnose notwendigen Arbeitsgeräte sind in ständiger Reichweite. Der Tester kann auch einzeln am Tragegriff transportiert werden, z. B. in den Fahrzeuginnenraum.

Die Steuerung des Testers erfolgt durch Berühren entsprechender Textstellen oder Navigationselemente auf dem Bildschirm.

Der Tester ist eine Kombination aus Meßgerät und Computer.

Betriebssystem und Anwendungsprogramm sind intern gespeichert. Die fahrzeugspezifischen Daten, Testprogramme und andere technische Dokumente werden über das eingebaute CD-Laufwerk von auswechselbaren CD-Rom‘s eingelesen und auf der Festplatte im Gerät gespeichert. Updates sind einfach per neuer CD möglich.

Über eine Infrarot-Schnittstelle wird ein Laserdrucker ohne weitere Verkabelung angesteuert. Er druckt Dokumente und auf Wunsch auch Bildschirminhalte (Hardcopy) aus.

Frontseite

Die Frontseite des Testers besteht aus einem Bildschirm, der zur Information und Kommunikation mit dem Mechaniker dient.

Die Bedienung des Testers erfolgt über den auf seiner gesamten Oberfläche berührungsempfindlichen Bildschirm. Er nimmt den Druck durch den Finger oder andere Objekte wahr und ersetzt damit eine Maus und Tastatur.

Die grafischen Anzeigen am Bildschirm werden „Masken“ genannt. Sie zeigen alle Informationen und Funktionen des Testers an.

Ein für die Steuerung des Testers vorgesehenes Text- oder Navigationselement ist durch eine veränderte Farbgebung erkennbar. Erst nach dem Aufheben der Berührung wird das ausgewählte Steuerungselement aktiviert.

Hinweis
Verwenden Sie keine spitzen, heißen oder färbende Gegenstände zur Bedienung des Bildschirms. Dies führt zu Beschädigungen.

Hinweis
Wird der Tester mehrere Minuten lang nicht verwendet, schaltet sich der Energiesparmodus ein. Bei Berührung des Bildschirms wird die zuletzt aufgerufene Maske wieder angezeigt.

Linke Seite

Die Anschlüsse befinden sich hinter einer Blende. Im Werkstattbetrieb wird nur der Anschluß für das Netzkabel benötigt. Die anderen Anschlüsse werden für Service bzw. Reparaturarbeiten sowie spätere Erweiterbarkeit des Funktionsumfanges des Testers benötigt.

An die VGA-Schnittstelle kann ein externer Monitor angeschlossen werden.

Die serielle Schnittstelle und die Tastaturschnittstelle sind ausschließlich für Servicearbeiten am Gerät vorgesehen.

Die PC-Card-Schnittstelle dient einer späteren Erweiterung des Testers, z. B. Ferndiagnose.

Hinweis
Außer dem Netzanschluß und der VGA-Schnittstelle dürfen keine weiteren Schnittstellen genutzt werden. Ansonsten führt ein daraus resultierender Defekt zum Verlust der Garantie.

Rechte Seite

Das CD-Rom-Laufwerk ist zur Aktualisierung des Diagnosesystems notwendig. Der Tester lädt die neue Programmversion von der CD auf das Festplattenlaufwerk.

Hinweis
Nicht aus Versehen eine neuere Programmversion überschreiben, sonst könnten wichtige Daten und Funktionen verlorengehen.

Im Werkstattbetrieb wird das Diskettenlaufwerk nicht benötigt.

Die Infrarot-Schnittstelle ermöglicht eine Datenübertragung an den Drucker ohne Verbindungskabel.

Oberseite

DSO-Meßkabel 2 VAS 5051/8

DSO-Meßkabel 1 VAS 5051/8

Triggerzange, optional VAS 5051/18

KV-Zange, optional VAS 5051/17

Stromzange 50A VAS 5051/9

Stromzange 500 A, optional VAS 5051/19

U/R/D-Meßleitung mit Taster für Spannungs- und Widerstandsmessung, Dioden- und Durchgangsprüfung sowie ...

... für Inline-Strommessung VAS 5051/7

COM-Meßleitung mit Sicherheitsprüfspitze VAS 5051/7

Diagnoseadapter VAS 5051/2

Diagnosekabel 3 m VAS 5051/1

Hinweis
Alle Meßleitungen und Anschlüsse am Tester sind farblich gekennzeichnet. Achten Sie beim Anschließen auf die farbliche Übereinstimmung.

Betriebsarten

Startbildschirm

Nach dem Einschalten des Testers wird das Betriebsprogramm automatisch gestartet. Der Tester ist betriebsbereit, wenn die Systemstartmaske auf dem Bildschirm angezeigt wird.

Wird das Gerät zum ersten Mal eingeschaltet, sind die Betriebsartwahltasten „Fahrzeug-Eigendiagnose“, „Meßtechnik“ und „Geführte Fehlersuche“ noch nicht sichtbar. Nach dem Eingeben der Betriebskennzeichnung in der Betriebsart „Administration“ erscheint die vollständige Systemstartmaske.

Von der Systemstartmaske aus können die einzelnen Betriebsarten:

gestartet werden.

Die „Hilfe“-Funktion ist in allen Betriebsarten auswählbar und gibt Informationen zur Bedienung und Funktion der einzelnen Navigationsknöpfe.

Administration

In der Betriebsart Administration kann das Diagnosesystem eingestellt werden.

Die Funktion „Update-Installation“ ermöglicht es, neuere Programmversionen von der CD auf die Festplatte zu laden. Die sprachspezifische Einstellung des Systems erfolgt gleichzeitig von dieser CD-ROM.

Die Funktionsart „Selbsttest“ ermöglicht eine interne Überprüfung der Meßtechnik- und Diagnoseeinheit des Testers.

Die Eingabe des Werkstattcodes, (VZ- bzw. Importeursnummer und Betriebsnummer), erfolgt einmalig nach Inbetriebnahme des Testers. Danach ist nur noch die Änderung der Betriebskennzeichnung, (Anschrift des Betriebes), möglich.

Weitere Einstellungen (wie Datum, Uhrzeit und Höhe des Signaltons) können individuell an die Bedürfnisse angepaßt werden.

Durch Auswählen der Startgrafik kann die markenspezifische Voreinstellung von Fahrzeugbild und Markenlogo in der Systemstartmaske geändert werden.

Die erweiterten Funktionen werden im Werkstattbetrieb nicht benötigt.

Fahrzeug-Eigendiagnose

Die Betriebsart Fahrzeug-Eigendiagnose bietet die Funktionalität der heute vorhandenen Diagnosetester V.A.G 1551 und V.A.G 1552.

Die Kommunikation erfolgt dabei, wie üblich, über die Diagnoseschnittstelle des Fahrzeuges.

Das Programm der Fahrzeug-Eigendiagnose führt mit dem Anwender einen Dialog als Bedienhilfe.

Darüber hinaus wird der Tester weiterentwickelt, um künftig in dieser Betriebsart die Programmierung von Steuergeräten (Flash-Programmierung) durchführen zu können.

Voraussetzung für die Anwendung der Betriebsart Eigendiagnose ist, daß der aktuelle Reparaturleitfaden für das jeweilige Fahrzeug zur Verfügung steht.

Mit dem Auswahlbalken können beliebige Fahrzeugsysteme bzw. Funktionen angewählt werden. Bei der Auswahl „Fehlerspeicher abfragen - Gesamtfahrzeug“ werden alle im Fahrzeug vorhandenen Steuergeräte abgefragt und angezeigt.

Nach Aufbau der Kommunikation wird die Steuergeräteidentifikation angezeigt.

In der Bildschirmmaske „Diagnosefunktion anwählen“ können Sie sich die verschiedensten Funktionen, die mit dem ausgewählten Steuergerät durchgeführt werden sollen, aussuchen.

Bei Fehlerspeicher abfragen erscheint in der nächsten Bildschirmmaske eine Auflistung der Fehler.

Meßtechnik - Multimeter

In der Betriebsart Meßtechnik besteht die Möglichkeit, mit dem „Multimeter“ oder dem „Digitalen Speicher-Oszilloskop“ zu arbeiten.

Mit dem Multimeter können alle am Fahrzeug vorkommenden elektrischen Größen wie Gleich- und Wechselströme und -spannungen sowie Widerstände gemessen werden.

Die Meßtechnik liefert Meßwerte von hoher Genauigkeit.

Ströme können „Inline“, d. h. durch Auftrennen der Leitung, oder mit Hilfe der Stromzange gemessen werden.

Durchgangs- und Diodenprüfungen können ebenfalls durchgeführt werden.

Digitales Speicher-Oszilloskop

Das Digitale-Speicher-Oszilloskop (DSO) speichert in einem einstellbaren Zeitraster Momentanwerte eines analogen Meßsignals. Die gespeicherten Meßwerte werden als Kurve auf dem Monitor angezeigt.

Mit dem DSO lassen sich Spannungsverläufe auf 2 Kanälen gleichzeitig darstellen. Die dazu notwendigen Meßkabel gehören zum Lieferumfang.

Geführte Fehlersuche

Die geführte Fehlersuche ist die eigentliche Innovation, mit der das VAS 5051 die Werkstattarbeit erleichtert und die Fehlersuchzeiten verkürzt.

Ausgehend von Fehlermeldungen der Eigendiagnose, einer stichwortartigen Beschreibung der Kundenbeanstandungen oder Annahmen über die Störungsursache wird der Anwender Schritt für Schritt durch ein Fehlersuchprogramm geführt. Dieses Fehlersuchprogramm wird dynamisch während der Prüfung im Rechner generiert und optimiert.

Innerhalb der „Geführten Fehlersuche“ werden die Funktionen der Meßtechnik und der Eigendiagnose bedarfsgerecht genutzt.

Alle für die Fehlersuche benötigten Informationen aus den verschiedensten Kundendienstunterlagen, z. B.:

sind in den Programmen der Geführten Fehlersuche enthalten.

Zu Beginn der Fehlersuche muß zunächst das Fahrzeug durch einen systematischen Abfragealgorythmus identifiziert werden. Damit ist eine eindeutige Zuordnung aller Dokumente und Prüfwerte für die anschließende Fehlersuche gewährleistet.

Der Fahrzeugsystem-Test wird automatisch gestartet. Während der Abfrage der einzelnen Steuergeräte werden alle festgestellten Fehler nacheinander angezeigt.

Fehler können einzeln ausgewählt und entsprechend der Programmvorgaben schrittweise behoben werden.

Wurden beim Fahrzeugsystemtest keine Fehler erkannt, besteht die Möglichkeit, innerhalb der Betriebsart „Geführte Fehlersuche“ Beanstandungen nach wahrgenommenen Fehlerbildern auszuwählen.

Nach Eingabe der Beanstandung wird durch den Tester für das angezeigte Fehlerbild ein spezieller Prüfplan erstellt.

Im weiteren Verlauf des Prüfplanes führt der Tester einen Dialog mit dem Anwender durch.

Es werden alle bis zur Behebung des Fehlers notwendigen Prüfvoraussetzungen und Prüfschritte sowie die für Einzelprüfungen notwendigen Prüfmittel und Tätigkeiten vorgegeben.

Nach Abschluß der Fehlersuche können Sie über die Funktion „Drucken/Diagnoseprotokoll“ ein Protokoll der durchgeführten Prüfschritte ausdrucken.

Messen und Analysieren mit dem VAS 5051

Multimeter

Die anwählbaren Meßfunktionen in der Maske „Multimeter“ sind in zwei Funktionsblöcke unterteilt:

• Funktionsblock 1 (Messungen über U/R/D-Meßleitung)

• Funktionsblock 2 (Messungen über Stromzange, DSO 1)

Strom 50 A, Stromzange

Strom 500 A, Stromzange

Spannung, DSO 1

Die Benutzung der Meßtechnik ist ohne vorangegangene Identifikation des Fahrzeugs möglich.

Digitales Speicher-Oszilloskop

In der Maske „DSO“ kann der graphische Verlauf der Meßkurven dargestellt und miteinander verglichen werden.

Es lassen sich Parameter einstellen, Messungen auslösen und Meßwerte einzelner Kurven ablesen.

Das Einstellen von Abtastraten und Amplituden erfolgt über die verschiedenen Pfeiltasten in den Masken.

Die Signale, die in den Meßkanälen A oder B liegen, können über die Schaltflächen „Kanal A“ und „Kanal B“ ausgewählt und einzeln eingestellt werden.

Die Messungen sind vorzugsweise im „Auto-Setup-Betrieb“ des Mess-Mode durchzuführen.

Aufgenommene Meßwertkurven lassen sich über die Funktion „Messung voreingestellt“ mit einer vorgegebenen Kurve auf Richtigkeit vergleichen.

Auswahl und Einstellung des Triggerkanals erfolgt über die Schaltfläche „Trigger-Mode“.

Aufgabe der Triggerung ist es, zwischen der Meßspannung und der im Gerät erzeugten Zeitablenkung einen festen Bezug zu schaffen. Als Ergebnis kann man stehende Oszillogrammbilder für einmalige und für in unregelmäßiger Folge wiederkehrende Meßsignale erhalten.

Der Triggerpunkt ist der Punkt der Kurve, der dem Beginn der Messung entspricht. Abhängig von der Lage des Triggerpunktes auf dem Bildschirm wird auch der Signalverlauf vor dem Triggerpunkt angezeigt.

Mit der Schaltfläche „Mess-Mode“ können folgende Methoden der Meßwerterfassung eingestellt werden:

Liegt ein unbekanntes Meßsignal an, dann ist der Meß-Mode „Auto-Setup“ von Vorteil. Im Auto-Setup-Mode werden die Amplituden von Kanal A und B, die Abtastrate und die Triggerschwelle automatisch eingestellt. Danach wird automatisch in den Mode „Auto-Level“ gewechselt und die Messung unabhängig von der Signalamplitude weitergeführt.

Wird der Meß-Mode „Auto“ gewählt, erfolgt die Meßwerterfassung automatisch freilaufend. Das Signal wird entweder nach einem gültigen Triggerereignis oder nach Ablauf der Wartezeit, die durch die Abtastrate bestimmt wird, angezeigt.

Ein Triggerereignis liegt vor, wenn das eingegangene Meßsignal getriggert, d. h. ein Zeit- und Phasenbezug geschaffen worden ist.

Im Meß-Mode „Normal“ wird nur dann ein Signalbild auf dem Bildschirm dargestellt, wenn ein Triggersignal vorhanden ist und der Triggerpegel auf das Meßsignal richtig eingestellt ist.

Beim Meß-Mode „Single“ wird nur einmalig, nach einem gültigen Triggerereignis, eine Messung durchgeführt. Nach jedem Knopfdruck entsteht eine neue Einzel-Bild-Aufnahme.

Bei Signalen, die sich im zeitlichen Verlauf nur langsam verändern, z. B. Lambda-Sonde oder Temperaturgeber, ist der Meß-Mode „Schreiber“ einzustellen. Die Meßwerterfassung erfolgt ungetriggert, der Kurvenzug wird fortlaufend von links nach rechts dargestellt.

Mit der Schaltfläche „Trigger-Mode“ werden die Bedienfunktionen zum Einstellen des Triggersignals aktiviert.

Durch Betätigen der Schaltfläche „Kanal“ kann der Meßanschluß (z. B. DSO 1, DSO 2, Zange, KV) für das Triggersignal ausgewählt werden.

Beim Aktivieren der Schaltfläche „Kopplung“ erscheint in Abhängigkeit von der Auswahl Kanal A oder B ein Auswahl-Menü. In diesem Menü kann das Triggersignal z. B. hoch- bzw. niederfrequent gefiltert werden.

Die Schaltfläche „Flanke“ läßt ein Auswahl-Menü mit den Auswahlmöglichkeiten „neg.“ oder „pos.“ aufklappen.

Bei der Auswahl „neg.“ wird die fallende und bei der Auswahl „pos.“ die steigende Flanke des Trigger- bzw. Meßsignals genutzt.

Durch Bewegen des Schiebereglers kann der Triggerpegel verändert werden. Nach oben wird der Triggerpegel zu positiven und nach unten zu negativen Spannungswerten verschoben.

Wird der Meßanschluß „Zange“ gewählt, entfallen die Schaltflächen „Kopplung“ und „Flanke“.

Hinweis
Beim Anschließen der Meßleitungen des DSO ist besonders auf die Polarität und die jeweiligen Anschlußpunkte zu achten. Die Form des Signals wird wesentlich von den Anschlußpunkten bestimmt. Vorzugsweise sollen beide Meßleitungen am Anschluß des Sensors bzw. Aktors adaptiert werden.

Sensorenanalyse mit dem DSO

Geber für Motordrehzahl G28

Der Geber für Motordrehzahl ist Drehzahl- und Bezugsmarkengeber. Ohne dieses Signal läuft der Motor nicht.

Der nebenstehende Stromlaufplan zeigt die elektrischen Anschlüsse am Geber für Motordrehzahl G28 des 1,8 l / 92 kW Benzinmotors.

Das Signal für die Analyse im DSO wird an folgenden Kontakten abgenommen:

DSO 1 (+) ® Kontakt 1 (Signal)
DSO 1 (-) ® Kontakt 2 (Masse)

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Aktorenanalyse mit dem DSO

Einspritzventile N30... N33

Die Einspritzventile sind im Saugrohr vor dem zugehörigen Einlaßventil angeordnet.

Die Einspritzventile werden vom Motorsteuergerät durch elektrische Impulse angesteuert. Die Einspritzmenge wird vom Motorsteuergerät über die Einspritzdauer geregelt, da Öffnungsquerschnitt und Druckdifferenz konstant sind.

Der nebenstehende Stromlaufplan zeigt die elektrischen Anschlüsse der einzelnen Einspritzventile des 1,8 l / 92 kW Benzinmotors.

Das elektrische Signal für die spätere Analyse eines einzelnen Einspritzventils im DSO wird an folgenden Kontakten abgenommen:

DSO 1 (+) ® Kontakt 2 (Signal)
DSO 1 (-) ® Kontakt 1 (Plus)

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