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Titelseite:
Cover des SSP Nr. 142 von Audi mit dem Titel: Zweimassenschwungrad
Inhaltsverzeichnis:

Warum ein Zweimassenschwungrad ?
Aufbau
Funktion
Details

Textprobe aus dem SSP Nr. 142 von Audi:

Das Zweimassenschwungrad

Geräuschquellen und deren Vermeidung finden im Automobilbau zunehmend größere Beachtung. Ursache dafür ist die Forderung nach Senkung der Lärmbelastung im Straßenverkehr und nach Verbesserung des Fahrkomforts.

Durch die Entwicklung moderner Fahrzeuge mit niedrigem Gewicht und durch moderne, leichte Motoren verringert sich zwangsläufig die fahrzeugeigene, natürliche Dämpfung von Schwingungen.

Am Hubkolbenmotor werden durch die Ungleichförmigkeit des Verbrennungsablaufes Drehschwingungen an Kurbelwelle und Schwungrad erzeugt.
Das Zweimassenschwungrad verhindert, daß diese Drehschwingungen auf den Antriebsstrang übertragen werden und dort zu Resonanzschwingungen führen.

Das Zweimassenschwungrad setzt zuerst am Audi V6-Motor ein und wird später für andere Motoren folgen.


Warum ein Zweimassenschwungrad ?

Problemstellung:

Die Gaskräfte der Verbrennung erzeugen besonders bei niedrigen Drehzahlen ein ungleichförmiges Drehmoment an Kurbelwelle und Schwungrad.
Dadurch entstehen Drehschwingungen (Torsionsschwingungen).

Diese Drehschwingungen werden über die Kupplung auf Getriebe und Antriebsstrang übertragen.

Die Losräder des Getriebes werden bei herkömmlichem Schwungrad-Kupplungs-Aufbau im Bereich der Leerlaufdrehzahl in Schwingung versetzt.

„Getrieberasseln“ im Leerlauf und im Zug- und Schubbetrieb bei niedrigen Drehzahlen sind die Folge.

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