Textprobe aus dem SSP Nr. 358 von VW:
Durch eine Weiterentwicklung der Normen und Gesetze zu Abgasemissionen in Kraftfahrzeugen werden ständig Bauteile mit einer besseren Messgenauigkeit benötigt. So wird im Motormanagement eine neue Generation von Heißfilm-Luftmassenmessern eingesetzt. Zur Erfüllung der Gesetze und Normen reicht es nicht, die Abgase nach der Verbrennung umzuwandeln, sondern sie müssen durch eine effiziente Verbrennung möglichst gering gehalten werden. Weiterhin bieten moderne Motoren immer mehr Leistung bei gleichem oder geringerem Kraftstoffverbrauch. Zur Bewältigung all dieser Anforderungen trägt neben anderen Maßnahmen auch die exakte Bestimmung der angesaugten Luft durch den Luftmassenmesser bei.
Dieses Selbststudienprogramm soll Ihnen helfen, die Grundlagen zur Bestimmung der angesaugten Luftmasse sowie die Funktionsweise des Heißfilm-Luftmassenmessers HFM 6 kennenzulernen und zu verstehen.
Grafik
Grundlagen der Luftmassenmessung
Temperatur und Luftdruck
Hören wir das Wort „Luft“, denken viele sofort an das Medium, das uns umgibt. Also an die Luft unter normalem atmosphärischen Druck und angenehmen Temperaturen. Aber wie wir wissen, verändern sich die Temperaturen und auch der Luftdruck ständig. Weltweit und ortsabhängig sind die Temperaturen und der Luftdruck extrem unterschiedlich. (Mit zunehmender Höhe nehmen die Temperatur und der Luftdruck ständig ab.)
Einfluss der Höhe auf Lufttemperatur und -druck
Beispiel:
Höhe: 0 Meter Luftdruck: 1013 hPa (1,013 bar) Temperatur: 20° C Höhe: 100 Meter Luftdruck: 1001 hPa (1,001 bar) Temperatur: 19,35° C Höhe: 500 Meter Luftdruck: 954 hPa (0,954 bar) Temperatur: 16,75° C Höhe: 1000 Meter Luftdruck: 898 hPa (0,898 bar) Temperatur: 13,5° C
Zeichnung
Auswirkung der Temperatur und des Luftdrucks auf die Luftmasse
In einem gleichbleibenden Volumen ändert sich mit der Temperatur und dem Luftdruck die Luftmasse.
Niedriger Luftdruck, hohe Temperatur
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