Textprobe aus dem SSP Nr. 462 von Audi:
Einführung
Viele Fahrzeug-Innovationen der letzten Jahre sind dem Bereich der Fahrerassistenzsysteme zuzuordnen.
Fahrerassistenzsysteme unterstützen den Fahrer in puncto Komfort und Sicherheit, ohne ihm dabei die Eigenverantwortung für sein Handeln abzunehmen. Sie tragen ihren Teil dazu bei, dass trotz einer stetig steigenden Zahl von Verkehrsteilnehmern die Anzahl der Verkehrstoten rückläufig ist. Viele der Systeme helfen Unfälle zu vermeiden, in dem sie auf Gefahren aufmerksam machen.
Genau dieser Herausforderung stellt sich auch das neueste Fahrerassistenzsystem von Audi: der Nachtsichtassistent. Er ermöglicht dem Fahrer bei Dunkelheit ein rechtzeitiges Erkennen von Personen im vorderen Fahrzeugumfeld, die ohne Nachtsichtassistent erst viel später hätten erkannt werden können.
Ein frühzeitiges Erkennen hilft dem Fahrer, sich rechtzeitig auf die Gefahrensituation einzustellen.
Auch Tiere können bereits zu einer Zeit im Display erkannt werden, zu der sie sich noch nicht im Bereich der Fahrzeugbeleuchtung befinden. Das Nachtsichtsystem ist also zusätzlich zu einer immer besseren Ausleuchtung der Fahrbahn ein weiterer Fortschritt, damit das vordere Fahrzeugumfeld bei Dunkelheit schneller und präziser erfasst werden kann. Sein Erfassungsbereich reicht deutlich weiter als der des Fernlichts. Die Realisierung der Funktion mit einer Wärmebildkamera führt dazu, dass sich wärmeabstrahlende Objekte, wie zum Beispiel Menschen und Tiere, deutlich von ihrem Hintergrund abheben.
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Das Bild beweist auf beeindruckende Weise, welche Vorteile sich dem Fahrer bei Nutzung des Nachtsichtassistenten bieten. Der Fußgänger auf der Straße kann beim Blick durch die Windschutzscheibe erst in Ansätzen erkannt werden. Beim Blick auf das Bild des Nachsichtassistenten ist er dagegen schon in voller Größe zu erkennen.
Er hebt sich durch seine helle Darstellung deutlich von seinem Hintergrund ab und wird aufgrund bestehender Kollisionsgefahr mit einer roten Umklammerung markiert. Dem Fahrer steht durch die frühere Erkennung des Fußgängers mehr Zeit zur Verfügung, um angemessen auf die Gefahrensituation zu reagieren.
Funktion des Nachtsichtassistenten
Motivation für die Einführung des Nachtsichtassistenten
Ein Blick in die Unfallstatistik verrät, dass Nachtfahrten ein besonders großes Unfallrisiko beinhalten. Etwa die Hälfte aller tödlichen Unfälle ereignen sich bei Nacht, obwohl nur 25 % des Verkehrs in der Nacht stattfindet.
Das Unfallrisiko ist damit doppelt so hoch als am Tag. In Gesamteuropa werden über eine halbe Million Personen jährlich bei einem Unfall bei Dunkelheit verletzt, über 20.000 Personen verlieren dabei Jahr für Jahr ihr Leben.
Forscht man nach den Gründen für die starke Häufung von Unfällen bei Dunkelheit, so können einige schnell ausgemacht werden:
- schlechte oder stark eingeschränkte Sichtverhältnisse auf Landstraßen
- Hindernisse oder enge Kurven, die mit dem Abblendlicht zu spät erkannt werden
- falsche Einschätzung von Geschwindigkeiten und Distanzen aufgrund fehlender Orientierungspunkte für das Auge
- Blendung durch die Scheinwerfer des Gegenverkehrs
- eine bezüglich der Umgebungsbedingungen unangepasste Geschwindigkeit
Besonders Fußgänger und Radfahrer sind häufig in nächtliche Unfälle verwickelt. Beispielsweise dunkel gekleidete Jogger und unzureichend ausgeleuchtete Radfahrer machen es Autofahrern schwer, sie mit konventioneller Lichttechnik rechtzeitig zu erkennen und angemessen auf sie zu reagieren.
Dies gilt insbesondere, wenn sie sich nicht im Lichtkegel befinden.
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Beschreibung der Funktion
Der neue Audi A8 ´10 ist das erste Fahrzeug bei Audi, in dem der Nachtsichtassistent angeboten wird. Es handelt sich hierbei um ein Fahrerassistenzsystem, das den Fahrer dabei unterstützen kann, Gefahren im nächtlichen Straßenverkehr frühzeitig zu erkennen. Das System stellt ein Wärmebild des vorderen Fahrzeugumfelds im Kombidisplay dar. Zur Aufnahme der Bilder kommt eine Infrarotkamera zum Einsatz, die in den Audi Ringen an der Fahrzeugfront verbaut ist.
Aufgrund ihrer Wärmestrahlung sind Personen und Tiere deutlich heller im Bild als ihre Umgebung und somit im Display vom Fahrer gut zu erkennen. Hat das System ein Objekt als Menschen klassifiziert, so wird dieser zusätzlich noch farblich markiert. Im Wärmebild sind aber nicht nur Lebewesen zu erkennen, auch der Fahrbahnverlauf und die Umrisse von Gebäuden können im Bild erkannt werden.
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Das Wärmebild wird vom Steuergerät für Nachtsichtsystem noch weiter analysiert. Das System prognostiziert aus den Bildern die weitere Bewegungsrichtung von erkannten Fußgängern. Um den weiteren Fahrtverlauf des eigenen Fahrzeugs zu prognostizieren, wird die aktuelle Fahrzeuggeschwindigkeit und die Gierrate herangezogen.
Falls auf Basis dieser beiden Prognosen Kollisionsgefahr errechnet wird, ertönt ein akustisches Warnsignal, so dass der Fahrer noch auf die Situation reagieren kann. Der Nachtsichtassistent greift jedoch nicht selbst in das Verkehrsgeschehen ein.
Reichweite des Nachtsichtassistenten
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